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Schnee in Winterberg!
Wie geht eigentlich... - Schneeerzeuger

Produktion von Schnee in Winterberg im Skiliftkarussell

Die Bäume sind weiß, der Hang gut bedeckt, die Pisten bestens präpariert und dann scheint auch noch die Sonne. Der perfekte Skitag kann starten. Mit großen Schwüngen geht es quer über alle Pisten im Skiliftkarussell Winterberg. Vorbei an der St. Georg-Schanze, dem Markenzeichen der Ferienwelt Winterberg, und fast bis hoch oben hinauf zum Kahler Asten, anschließend stürzt man sich die steilste Abfahrt nördlich der Alpen hinunter. Was man dafür braucht? Schnee natürlich! Auch wenn es nichts Schöneres als eine frische Decke Naturschnee gibt, manchmal muss man einfach ein bisschen nachhelfen. Und dann kommen die unterschiedlichsten Schneeerzeuger ins Spiel, die ganz ohne Chemikalien und nur mit Wasser dafür sorgen, dass zusätzlicher Schnee in Winterberg auf den Skipisten vorhanden ist.


Damit die Schneeerzeuger ordnungsgemäß laufen und Schnee in Winterberg produzieren können, spielen viele Faktoren eine Rolle. Unter anderem müssen beispielsweise Minusgrade herrschen und die Luftfeuchtigkeit stimmen!


 

Schneekanone, Schneelanze, Snow Factory… es gibt viele verschiedene Arten von Schneeerzeugern um Schnee zu machen. Die beiden Klassiker stellen wir euch heute vor. Seit dieser Saison arbeitet das Skiliftkarussell Winterberg übrigens mit einer modernen GPS-Technologie, durch die wir die Möglichkeit haben, den Schnee optimal zu verteilen, sodass die Schneeproduktion deutlich effizienter abläuft.

Das Prinzip der beiden Schneeerzeuger, die wir euch vorstellen wollen, ist relativ ähnlich. Sowohl bei der Schneekanone und auch der Schneelanze basiert die Herstellung des technischen Schnees auf der Verwendung von Wasser und Druckluft. Auch unter dem Begriff Kunstschnee kennt man die technisch erzeugten Eiskristalle. So heißt er aber nicht, weil er künstlich ist, denn wie Naturschnee auch, besteht er nur aus gefrorenem Wasser. Dieser Name geht einfach nur auf die Herstellung zurück, bei welcher der Mensch tätig wird, um das Schneepolster aufzubessern, damit Skifahren mit ausreichend Schnee in Winterberg möglich ist

Wie funktioniert es nun also? Es gibt mehrerer Düsen bei den Schneekanonen mit Propeller. Zum einen eine reine Wasserdüse, zum anderen eine Mischdüse. Bei der Mischdüse wird ein Mix aus Druckluft und Wasser ausgestoßen. Nach den Gesetzen der Physik, ohne hier zu sehr ins Detail zu gehen, gefriert dieses Gemisch an der Luft zu kleinen Eiskristallen, die man auch Keime nennt. Die weiteren Wasserdüsen sorgen dafür, dass sich die Wasserteilchen ebenfalls an den Keimen festsetzen und gefrieren, sodass die Eiskristalle größer und stabiler werden. Durch den Propeller werden diese dann bis zu 45 Meter weit in der Luft verteilt.

Ähnlich ist das Prinzip der Schneelanzen, denn auch hier kommen die Düsen zum Einsatz. Diese Erzeuger sind mehrere Meter hohe Stangen, an denen sich die Düsen an der Spitze befinden. Anders als bei der Propeller Kanone wird der Schnee hier nicht verteilt, sondern fällt einfach um die Lanze herum zu Boden. Bei beiden Methoden gilt: Es müssen Minusgrade herrschen. Zusätzlich spielen einige weitere Faktoren eine wichtige Rolle.

Schneelanzen sind deutlich leiser und auch kostengünstiger als Schneekanonen. Dennoch hört der technologische Fortschritt auch hier nicht auf. Die neusten Maschinen produzieren immer weniger Lärm und weniger Kosten und somit mehr Schnee in Winterberg. Ziel ist es weiterhin Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren. Und wo wir schon beim Thema Wasser sind: Wie gesagt, funktioniert das hier ganz ohne Chemie. Stattdessen wird das Wasser nur aus den Wasserteichen genommen, welche über die Sommermonate durch die Natur gefüllt werden. Wenn der Schnee am Ende der Saison schwindet, gelangt er automatisch wieder zurück in den Kreislauf der Natur. Das Wasser wird also für den Schnee in Winterberg gebraucht und nicht verbraucht.

Offen bleibt damit noch die Frage, wie das Ganze gesteuert wird. Dazu gucken wir uns beispielhaft das Skigebiet Kappe im Skiliftkarussell Winterberg an. Mittelpunkt des Geschehens ist das „Schneibüro“ indem der „Schneimeister“ sitzt. Hier kann voreingestellt werden wann und unter welchen Bedingungen die Schneeerzeuger ihren Betrieb aufnehmen sollen. Damit die Gäste ein unbeschwertes Skierlebnis haben, erfolgt dies in der Regel nachts. Zusätzlich ist es dann auch kälter als tagsüber. Der Schneimeister beobachtet und kontrolliert die Geräte aus dem Schneibüro, das heißt aber nicht, dass er dieses nicht auch verlässt. Trotz Kameraüberwachung und Steuerung ist es möglich, dass es zu Störungen kommt und dann heißt es für den Schneimeister ausrücken. Nach etwa 3 bis 4 Beschneiungstagen ist ein Skibetrieb möglich. Insgesamt gibt es in der Saison ca. 10 – 12 von diesen, um die Schneelage in Winterberg entsprechend zu verbessern.

Was ist also besser? Natur- oder Kunstschnee? Der technische Schnee hat eine ganz eigene Struktur und ist nicht wirklich vergleichbar mit den natürlichen Schneeflocken. Die erzeugten Eiskristalle haben eine deutlich höhere Dichte als Naturschnee und liegen viel enger zusammen. Das Fahren hierdrauf fühlt sich dadurch etwas eisiger und härter an als auf einer frischen Decke natürlichem Pulverschnee. Das schadet allerdings nicht dem Spaß und ermöglicht uns Wintersportlern ein durchgängiges Sportvergnügen - egal auf welchem Schnee in Winterberg man unterwegs ist.  Zusätzlich kommen mit den Pistenraupen weitere Maschinen in den Einsatz, die sowohl Naturschnee als auch technisch erzeugten Schnee so aufbereiten, dass ein unbeschwertes Schneevergnügen entsteht.

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